Freitag, Juni 30, 2006

Geklaute Superhelden

Es ist zwar schon ein paar Tage her, dass ich das Vergnügen hatte, einen Superheldenfilm zu sehen, der verdammt viele Copyrights bricht, aber da ich gerade etwas Zeit zum bloggen habe:

Hier eine ganz kurze Review zu ...


... nein, nicht Krrish (dazu später).

Sondern zum türkischen Trashklassiker 3Dev Adam von 1973.

Der Plot ist eigentlich ganz einfach: Der fiese Oberverbrecher Spiderman terrorisiert mit seinen gigantischen Augenbrauen und einer Verbrecherbande Istanbul und hat eine Vorliebe dafür seine Opfer ganz schön fies und grausam und eklig aus dem Weg zu räumen.



Das findet die Polizei nicht gut und setzt deswegen ein schickes Sondereinsatzkommando auf seine Verbrecherbande an. Aber natürlich nicht irgendeines. Gegen einen Oberfiesewicht wie Spiderman brauchts natürlich Superhelden: Der kugelsichere Mister America, Superwrestler El Santo (in einer todschicken Indianerfransenjacke, wenn er nicht gerade sein schickes Superheldenkostümchen trägt) und Nichtsuperheldin Julie müssen die Pläne der Schurken durchkreuzen und aufpassen, dass sie nicht selber ein Meerschweinchen ins Gesicht kriegen.




Plotmäßig ist das auch schon alles, was man wissen muss. Die eigentliche Handlung (es geht irgendwie um Geldwäsche und Antiquitäten) ist ziemlich wirr und unwichtig. Dafür bleibt einem beim Anschauen aber ein ums andere Mal der Mund offen stehen und man kann sich prächtigst amüsieren. Die Bildqualität der DVD ist mies ohne Ende - aber es wurde wohl das Beste aus dem vorhandenen Filmmaterial herausgeholt. Danken dürfen wir dafür ONAR Films (hier gibts auch die DVD zu kaufen!), die dem Film eine schicke DVD und englische und griechische Untertitel verpasst haben. Und extremst schicke Extras: Wirklich gut gemachte Interviews mit dem Regisseur Tevkin Fikret Ucak und zwei der Darsteller. Außerdem sind ein paar sehr psychedelische und seltsame Trailer für Filme drauf, die ich mir unbedingt irgendwann ansehen muss.

Definitiv ein Muss für alle Trashfans!!!



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Donnerstag, Juni 22, 2006

Gewitterabende 3 - Gehört

Nachdem ich gestern mal wieder nicht posten konnte, gibts halt heute den Rest des gestrigen Abends, den ich damit verbracht habe, den KANK-Soundtrack nochmal zu hören.

Der spaltet ja die Leute: Da gibt es Hardcore-Karan-Johar-Fans, die ihn in den Himmel loben und für die beste Musik halten, die sie jemals gehört haben, Seiten wie IndiaFM oder Bollyvista , die ihn auch ziemlich toll finden - und eine ganze Menge Leute mit Geschmack, die irgendwie enttäuscht waren. Ich gehöre zu letzerer Gruppe und habe dem Soundtrack gestern noch eine Chance gegeben, mich zu überzeugen - schließlich liest man ja immer wieder, dass man sich die Musik öfters anhören muss, um sie gut zu finden. Gut, hab ich gemacht. Und finde sie immer noch ... nicht so toll. Enttäuschend halt.

Und warum?


Erstens wegen der Tatsache, dass mir keiner der Songs auch nur annähernd im Ohr geblieben ist. (Mit Ausnahme vom Hintergrundgeklimper der Website, nachdem ich da ne Weile SRK angesabbert hatte ...). Und zweitens, weil ich auch keinen der Songs so richtig im Ohr haben will. Bisher hatte ich bei Soundtracks zu Filmen, an denen Karan beteiligt war, meistens das Bedürfnis sie auf Schleife laufen zu lassen, bis der CD-Player heiß gelaufen war. KANK lässt mich dagegen ziemlich kalt. Ich muss den eigentlich nicht nochmal hören.

Der Titelsong ist eigentlich ganz schick - wenn er nicht so lang wäre! Denn, ganz ehrlich gesagt, er klimpert und dudelt schon ein bisschen sehr gegen Ende. Aber gut, es gibt einen Pluspunkt dafür, dass S-E-L es geschafft haben, den ein klitzekleines bisschen sperrigen Titel des Films relativ gut singbar zu machen. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass der Song im Film recht hübsch umgesetzt wird. Darauf lassen ja auch die bisher erschienenen Promos schließen.

Auf den Titelsong folgt
Mitwa, laut Filmcafe-Interview Karans Lieblingsstück. Na gut. Mal abgesehen davon, dass sich S-E-L für den Song ziemlich eindeutig inspirieren ließen, und schon die Inspirationsquelle, ein Grand-Prix-Song von den Olsen Brothers, jetzt nicht so mein Geschmack war, ist Mitwa ja ganz nett. Auch wieder ein bisschen arg dudelig und im Grunde nichts, was mir im Gedächtnis bleibt, aber zum Nebenbeilaufenlassen ganz OK. Immerhin stört er nicht groß, das ist doch auch schon was. Auch hier muss es halt wieder die Umsetzung im Film rausreißen.
Dann kommt
Where's the Party tonight. Zum Text verweise ich mal auf Beth und Totally Basmatic, deren Kommentare zum Song mehr Spaß machen als der ganze Soundtrack zusammen. Die Musik ist ... eine Mischung aus ... keine Ahnung was genau, aber dass mir DJ Bobo als erstes einfällt, ist ja wohl schon gruselig genug. Aber gut, vielleicht macht er nach genügend Alkohol beim nächsten Munich Masala oder auf der Bombay Boogie Night in Stuttgart mehr Spaß als nur beim Hören. Hoffen wir darauf, dass zumindest optisches kein zweites It's the time to Disco daraus wird. Musikalisch finde ich ihn zumindest schon mal weniger gräßlich.

Tumhi Dekho Na ist wieder eine Ballade. Klingt recht romantisch und nett - mehr aber auch nicht. Auch hier habe ich eigentlich das Gefühl, dass ich Ähnliches schon etliche Male gehört habe. Aber gut. Wir können uns zumindest auf ein bisschen hemmungsloses Rumschmachten im Film einstellen. Das ist doch auch schon etwas.

Mitwa Revisited. Gut, dass Mitwa nochmal kommt - ich hatte den Song schon wieder vergessen. Und ich finde es gut, dass mir nochmal versichert wird, dass die Liebe einen Weg finden wird. Soooo poetisch. Ansonsten wäre der Remix nämlich ziemlich für die Katz. Besonders gut ist er nämlich nicht. Aber egal. Hauptsache man hat was remixed.

Dann mein bisheriger Lieblingstrack:
Rock'n'Roll Soniye. Sehr albern, ein bisschen bescheuert und spaßig! Definitiv zum Mitgröhlen und Spaß haben. Und Choreographien, in denen man zwei Generationen Bachchan zu sehen bekommt, sind ja eh immer schick ohne Ende.

Die
Farewell Trance kommt jetzt genau richtig - es ist Zeit, sich vom KANK-Soundtrack bis August zu verabschieden. Und dieser Track macht mir den Abschied ziemlich leicht. Der Track ist ja größtenteils ein seeeehr ruhiger, relaxter Remix des Titelsongs, der ja auch nach einer Weile ein bisschen einschläfernd wirkt. Bei diesem Remix setzt die Wirkung noch ein bisschen früher ein. Und dann ist da ja noch das ganz schlimme Voiceover. Und das Geträller. Ich bezweifle, dass wir das in dieser Form im Film vorgesetzt bekommen, da es sich eigentlich nicht wirklich als Hintergrundmusik eignet. Aber das macht nichts, ich kann auf den Track gut und gerne verzichten.


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Mittwoch, Juni 21, 2006

Gewitterabende 2 - Gesehen

Okay, ich gebs zu, das Bild war ein bisschen winzig und man konnte nicht wirklich erkennen, dass es sich bei den zwei vergitterten Turteltäubchen um Kareena und Shahid handelt. Aber jetzt wisst ihr das ja und seid bereit für


- eine Krimikomödie mit toller Musik, gut gelaunten Schauspielern und einem fast gar nicht nervigen Johnny Lever!

Es fängt schon mal ganz nett an: Newcomer Upen Patel, der eigentlich waschechter Londoner ist und deshalb für den Film nachsynchronisiert wurde (dazu später mehr), kriegt einen schicken Auftritt und darf seine Brust in die Kamera halten.



Das wird so manches Frauenherz erfreuen, auch wenn Upens Rolle im Film, die des schleimigen Casanovas Rocky ist, der mit den immer gleichen billigen Sprüchen Frauen abschleppt.


Oder es zumindest versucht. Schleimig kann Upen wirklich gut - auch wenn wohl das zum Teil an seiner Synchronstimme liegt. Im Filmcafe-Interview vor einigen Wochen jedenfalls klang er um einiges sympathischer - und hatte einen ziemlich deutlichen Londoner Akzent.
Rocky arbeitet in einem Casino, dessen Chefin gerade in der Krise steckt: Ihr Kind ist nämlich verschwunden. An diesem Abend erhält sie aber einen Anruf. Jemand hat den kleinen Wonneproppen in Mumbai aufgesammelt und will ihn zurückbringen.

Dieser Jemand sind eigentlich zwei Jemande: Priya und Raj, gespielt von Kareena und Shahid, die sich eigentlich auch gerade kennen gelernt haben, nicht ausstehen können und Geld brauchen. Deshalb wollen sie den kleinen Vicky zurück zu Mama nach Goa bringen um sich die Belohnung zu teilen.

Dumm nur, dass Mama tot ist, als die beiden dort ankommen ...

Was folgt ist eine vielleicht nicht gerade großartige aber doch unterhaltsame Krimikomödie, die einige wirklich witzige Einfälle, ein paar nette Running Gags, die schickste Intermission des Jahres und den coolsten Akshaye seit langem bringt.



Akshaye Khanna ist der Polizist, der versucht unter den vielen Verdächtigen, die es plötzlich gibt, den Täter zu finden. Und der supercoole Supercop flößt nicht nur den Beteiligten den nötigen Respekt ein - nein, er sieht auch noch verdammt gut aus, was die Akshaye-Fans unter uns sicher freuen wird ...

Johnny Lever ist tatsächlich mal nicht nervig, sondern ganz lustig, Payal Dingsbums kann auch was anderes als billige, hässliche, dumme Softpornos und Paresh Rawal ist so wie immer halt.

Meine zwei Lieblingsjungkapoors kommen natürlich nicht zu kurz. Kareena ist wunderschön


und supersympathisch und Shahid is mal wieder ein Schnuffelpuffel.


Das soll jetzt aber nicht heißen, dass 36 China Town ein großartiger Film ist. Leider reichts dazu beim besten Willen nicht. Aber er macht Spaß, ist ein bisschen spannend und hat die ein oder andere wirklich gute Szene. Deshalb schließe ich mich mal eher Marcos optimistischen zweieinhalb Sternen an als Olis etwas enttäuschter Kritik. Aber ich bin ja eh leicht zufriedenzustellen ... ;)
Ach ja - der Song Badi Dilchaspi Hai ist wirklich schick in Szene gesetzt! *kicher*

Wie immer: Eine ausführliche Mission BAS-Review folgt. Vielleicht.

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Gewitterabende 1 - Gelesen

Gerade hat sich draußen ein kleineres Gewitter ein bisschen ausgetobt. Solche Abende sind ja genau richtig um mal wieder bei Kerzenlicht einen schicken Krimi zu lesen. Oder stattdessen ein schickes Buch von einem Krimiautor über seinen schicken Inspektor zu Ende zu lesen. Oder man könnte sich vor dem Gewitter in weiser Voraussicht eine indische Krimikomödie anschauen. Oder einem weniger guten Soundtrack noch eine letzte Chance geben.

Fangen wir mal mit dem schicken Krimiautor an, der nicht nur über seinen Inspektor, sondern auch über das Land geschrieben hat, in dem seine Romane spielen.




Das Ganze nennt sich dann "Rebus' Scotland" und stammt von Ian Rankin.
Als ich Rankin als Autor für mich entdeckt habe (sprich: als ich das erste Mal aus Langeweile einen Rebus-Roman verschlungen habe), saß ich gerade gemütlich in meinem Zimmer in Edinburgh und war dann ziemlich baff, als sich herausstellte, dass Rebus keine zwei Minuten von meiner Wohnung entfernt, schräg gegenüber wohnt. Klar, dass Rebus' Scotland also nicht nur ein bisschen Hintergrundwissen über Hauptfigur und Autor mit sich bringt, sondern auch eine ganze Menge Nostalgie und Heimweh. Vor allem, weil der Text von den genialen Fotografien von Tricia Malley und Ross Gillespie begleitet wird, die die Stimmung der Romane, aber auch der Orte, die sie fotografieren, so perfekt einfangen.

Bei so viel nostalgischem Heimwehgejammer wirds Zeit für eine Ablenkung ... Gleich also eine Kürzestreview zu diesem Film hier:






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Dienstag, Juni 20, 2006

Fundstücke sind toll

Nicht nur, dass ich heute auf ein schickes neues Blog für meine immer länger werdende Liste gestoßen bin - nein, Poptique hat auch noch einen wirklich tollen Clip aus irgendeinem pakistanischen Film gepostet.

Ich schließe mich mal der Frage an - woher ist das genau???? Sachdienliche Hinweise bitte so schnell wie möglich an mich! Ich muss das sehen!




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Montag, Juni 19, 2006

Lesewahn


Ich hab mich gerade das erstemal von einer Werbung wirklich 100% angesprochen gefühlt. Verdammt.



(Hier gefunden.)



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Shoppingwahnsinn!

Ich hatte ja schon eine Nehaflix-Bestellung angedroht - jetzt ist sie draußen. Und zwar nicht nur die, sondern auch eine Indiaweekly-Bestellung.

Der Zoll wird sich also in nächster Zeit hoffentlich nicht allzulang mit folgenden Titeln beschäftigen dürfen:

Jaanwar. Musste sein. Nach dem Clip!

Anamika. Wollte ich schon lange mal bestellen.

Adalat. Amitabh und Neetu - seehr schick!

Ajnabee. Mit Rajesh Khanna und der göttlichen Zeenat!

Bhoot Bangla. Den hat mir Deewani schon extraschmackhaft gemacht ...

Und nochwas. Das hab ich aber gestern schon bestellt und deshalb schon wieder vergessen ... Ich liebe ja Überraschungen ...




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Hergehört! "Bollywood and Indian Unconsciousness"

Bei Kamla Bhatt gibts Futter für die Ohren.Und zwar in Form von einer Reihe von Interviews mit Dr. Salman Akhtar, der eine ganze Menge schlauer Dinge über Bollywood zu erzählen hat. Den ersten Teil gibt es bereits zum Download, der Rest folgt wohl demnächst.

Ich muss mir das Interview zwar erst noch anhören - aber ich glaube, ich liege nicht falsch, wenn ich das jetzt sofort zur Pflicht erkläre! Also nix wie los und Ohren auf!



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Sonntag, Juni 18, 2006

Men in Pink - Revisited

Aaah! Wieso sagt mir das eigentlich keiner? Der Promoclip zu Phir Hera Pheri ist ein Meer aus pinken Rüschen! Yahoo! Okay. Die Leute in den pinken Rüschen sind jetzt nicht sooo mein Geschmack. Aber was solls?! Pink ist immer gut und pinke Rüschen sind noch besser!






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Mittwoch, Juni 14, 2006

It is the green-eyed monster ...

... which doth mock the meat it feeds on.

Naachgaana hat Trailer und Poster für Omkara verlinkt (die Links hier führen zur EROS-Seite) - und so wie es scheint, werde ich den Filmemachern wohl die unglückliche Namenswahl verzeihen. Die Bilder sehen wirklich gut aus, die Musikschnipsel klingen, als könnte mir der Soundtrack wirklich gefallen und die Atmosphäre der Trailer gefällt mir ebenfalls richtig gut.



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