Sonntag, Dezember 17, 2006

Antiempfehlungen

Ich bin gerade über eine Seite gestolpert, die erstens verdammt praktisch aussieht und zweitens ein ganz fantastisches Feature hat, das interessante Ergebnisse zu Tage bringt:
Den Unsuggester. Also die Antwort auf Amazons Empfehlungen, die bei mir eh nur Seltsames enthalten. Und Pornos. Und seltsame Pornos. Und Bücher über Lymphdrainage. Fragt mich nicht warum. Lange Geschichte.

Jedenfalls erzählt einem das Teil nach Eingabe eines Buchtitels, was für Bücher gar nicht dazu passen - sprich: Wer die Beowulf-Übersetzung von Seamus Heaney im Regal stehen hat, liest zum Beispiel auf gar keinen Fall Sophie Kinsellas "Can you keep a secret". *räusper*. Rein theoretisch jedenfalls. *räusper* Außer man ist seltsam. Aber dann finden sich auf der Liste auch noch ein paar mehr Titel, die ich eigentlich nicht haben sollte. Verdammt.

Naja, wenigstens ist "H" in einem anderen Regalbrett als "K" ...


Technorati

Kommentare:

sunny hat gesagt…

Achso. Und ich dachte immer das bei amazon wären meine Anti-Empfehlungen. Da tummeln sich auch immer nur Pornos, oder Deutsche Bollywood-Veröffentlichungen, oder Bücher, die ich nie lesen wollte, oder schon habe. Oder Bücher über Craniosacrale Therapie.

Mal im Ernst, was sollten denn Anti-Empfehlungen für ein System haben? Darf man dann einfach nicht vielseitig interessiert sein?
Die würden einem bestimmt auch sagen, man dürfte keine japanischen Gruselfilme, oder britische Schwulenserien mögen nur weil man auf Bollywood steht.

Maria hat gesagt…

Ich wollt grad fröhlich vermelden, dass für mich diese Antiempfehlungen vielleicht doch funktionieren, weil ich von den verlinkten Anti-Heaney-Büchern bloß die Harry Potter Bücher hab... aber dann hab ich gemerkt, dass mein Beowulf ja genau neben meinen Harry Potter Büchern steht. Hm. Damit bin ich disqualifiziert, hm?

Aber ich bin wohl sowieso seltsam, weil mir amazon gar nicht sooo viel Müll schickt. Ja, gut, die Pornos und deutschen Bollywood-DVDs bekommen wir wohl alle, aber ansonsten bleibt das meistens relativ vernünftig...

Katrin hat gesagt…

Sunnyschatz, du gehst das verkehrt rum an die Sache ran. Die sagen dir ja eigentlich nicht, dass man das nicht darf, sondern dass das sonst keiner tut ;) Ich find das ziemlich praktisch, weil man bei normalen Empfehlungen ja immer nur Zeug sieht, das so ähnlich ist, wie das was man eh schon hat, und äh Pornos. Das find ich immer so einseitig (bis auf die Pornos, da ist die Bandbreite ganz fantastisch - wer wollte nicht schon immer was über Frauen lesen, die mit ... äh ... genetisch modifizierten Löwenmenschen poppen oder so ähnlich?), weil die einem Bollywoodfilmkäufer nie im Leben britische Schwulenserien vorschlagen würden und man nie eine Empfehlung für was schickes anderes kriegt.

Ich war ja nur so geschockt, weil ich echt viele von der Liste daheim hab - und die Kinsella zum Beispiel so ganz üble Badewannen-Chick-Lit ist, bei der man das Hirn erstmal abschalten muss. Das ist dann so schlecht fürs intellektuelle Ego, wenn mans auf dem Präsentierteller bekommt, dass man viel mehr Schrott liest als alle anderen ... :D

Sunny hat gesagt…

Ah jetzt check ich das. Also sind Anti-Empfehlungen für seltsame Menschen eigentlich Anti-anti-Empfehlungen. Nagut, ist Sonntag und ich hab zu lang geschlafen - da dauert alles ein bisschen länger.
Und eigentlich find ich die Porno-Empfehlungen bei amazon auch immer sehr schick - nur darf man das wieder nicht laut zugeben. Oder doch, wenn man dazu sagt, dass man sonst auch gern französische Schwarz-Weiß-Kunstfilme sieht? Obwohl - das sind ja eigentlich auch alles Pornos.
Und jetzt fühl ich mich auch wieder schlecht und ungebildet, weil ich schon ewig kein Buch mehr zu Ende gelesen hab, weil ich eigentlich viel lieber die Pornos schaue, die mir amazon auf meiner Anti-Liste empfiehlt.
Verdammt.
Jetzt hab ich mich verraten.

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