Montag, September 11, 2006

Bollywood-Magazin, die Erste.

Da ich ja umzugsbedingt nicht wirklich dazu gekommen war, mir die bisher erschienenen Bollywood-Magazine (REM-Magazin und Indien-Magazin) zu besorgen, ist das heute bei mir gelandete Ishq-Magazin das erste seiner Art, das ich durchblättern durfte.
Ich hatte zwar bisher keine Zeit, mich in die Artikel zu vertiefen, aber einen kleinen ersten Eindruck konnte ich mir schon machen. Vor einer Weile durfte ich einen Blick auf einen Vorab-Teaser werfen - und zumindest optisch hat sich einiges verändert seitdem.

Aber mal der Reihe nach ...


The Good:

- Schickes Titelbild *yumyum*
- Das Layout wirkt weitaus professioneller als vorher, auch wenn einige Layoutentscheidungen mir persönlich nicht wirklich zusagen - aber dazu später.
- Die Themenauswahl ist ziemlich interessant und das Format eigentlich sehr angenehm. (Auch wenn davon bei der großspurigen 150-Seiten-Ankündigung nix zu lesen war ... tststs.)


The Bad:
- Wenn man schon eine CD-Review schreibt, sollte man vielleicht jemanden ranlassen, der von der besprochenen Musik ein bissl Ahnung hat - und der dann auch merkt, dass die Texte im Booklet zur CD teilweise massive Fehler aufweisen ...
- In einige Artikel habe ich schon ein bisschen reingelesen und leider klingt der Stil oft nach ... naja ... Erlebniserzählung in einer Schülerzeitung? Nicht, dass ich groß etwas gegen Berichte mit einem persönlichen Touch hätte - aber hier wird das ein bisschen überstrapaziert.
- Das schlägt sich leider auch oft in der Grammatik nieder ("Tage, wo" ???).
- Wie gesagt - schickes Format. Aber. Ich finds zwar praktisch, wenn ich das Heft auch ohne Brille lesen kann, aber das nächste Mal bitte wieder in einer weniger riesigen Schriftgröße. (Dann sinds vielleicht keine 150 Seiten, aber es sähe nicht aus wie die Großdruckausgabe für Omas. Sorry an alle Omas!)


And The Ugly:
- Weniger verschiedene Fonts und Schriftgrößen, einheitlichere Seitengestaltung und ein kompetentes Lektorat würden das Lesevergnügen gewaltig steigern. Kleiner Tipp: Die Silbentrennung ist ein Thema, mit dem ihr euch nochmal beschäftigen solltet. Ges-chummelt ist ... grausam. Außerdem ist der Umgang mit Leerzeichen vor und nach bestimmten Satzzeichen ein ganz lohnendes Gebiet. Es gibt halt Regeln, die von seriösen Publikationen eingehalten werden, auch wenn Otto Normalleser das meistens gar nicht bemerkt.
- Die verwackelten Screenshots bei der RDB-Modestrecke sind hoffentlich ein Ausrutscher und werden nicht zur Gewohnheit ...

Mehr später, wenn ich meine Ishq in der Sonne durchgeblättert habe ...

Kommentare:

michael hat gesagt…

endlich jemand der meine sicht der dinge in worte fasst. danke fürs aufschreiben.

Katrin hat gesagt…

Naja, bisher überwiegt noch das Negative, weil ich noch nicht wirklich ausgiebig zum Lesen gekommen bin. Der ein oder andere Artikel klingt schonmal ganz interessant und vielleicht beschränkt sich der Schülerzeitungsstil auch nur auf ein paar Texte, dann wärs ja wieder OK. Mal sehen, was ich morgen darüber denke ;)

michael hat gesagt…

hehe, ich bin ja inzwischen voll sauer, dass ich den block mit furzfilmen bei bollywood & beyond verpasst habe :D

hab auch nur ein wenig quergelesen. aber da ist mir der im stil doch lieber. ich bin wohl zu alt für die zielgruppe. und für mich steht auch zu wenig neues drin.

michael hat gesagt…

hm, danke für die ausführliche review. ich frag mich nur was fehler sind und was konzeptionelle schwächen. z.b. das verhältnis schlecht geschriebene reviews zu echtem mehrwert, ist das so gewollt? leider weiss man bei ishq nichts ausser das, was im heft steht - und das sind auch und gerade bei der langen vorlaufzeit konzeptionelle probleme, oder neutraler gesagt eine anpassung für eine andere zielgruppe. zufriedenstellend ist nur der umfang, das was und wie ist, nun ja. ich wills nicht kritisieren, besser als rem auf jeden meilenweiten fall.

Katrin hat gesagt…

Ich kenn das REM-Dings ja noch nicht ;) Bin da also total unvorbelastet.
Ishq hat jedenfalls viel Raum für Verbesserungen - und das ist ja schon mal mehr, als wenn das ganze Heft nur schlecht wäre und man gar keine Verbesserungsmöglichkeiten mehr sehen könnte. Ich hoffe nur, dass mit der doch recht zahlreichen Kritik, ein wenig kompetenter umgegangen wird, als das bisher der Fall ist. *immernochdenKopfschüttelt*
Man kann sich schon vorher eine Zielgruppe überlegen - nur letztendlich muss das Heft ja den Leuten gefallen, die dafür Geld ausgeben. Und wenn diese Leute dann Kritik bringen zu sagen, dann kauft das Heft halt einfach nicht ist ... mehr als bescheuert.

michael hat gesagt…

na ja, man hätte auch sagen können du bist nicht zielgruppe, das ist so gewollt. aber feste aussagen gibts von ishq leider nicht, und wenn sind die meist, ähm, sagen wir unzuverlässig ;)

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